Alles gut
Die gestrige Abendveranstaltung, die unter meiner Verantwortung lief, hatte einen eklatanten Vorteil zu der vortägigen Tagung: danach gab es Wein. Jetzt weiß ich auch genau, wozu dieses Get-togehthers hinterher gut sind: nicht etwa für das Publikum. Alle Arbeitenden können dann mal so richtig Druck abbauen und entspannen. Vor der Veranstaltung schmiss ich mich frauentypisch auf eine Routineaufgabe ohne Verantwortung mit Kontakt zu Menschen - ich machte die Anmeldung. Kann ich gut, sowas, nett sein, Kompetenz ausstrahlen, ein paar Sprüche klopfen und mit dem Service-Personal Witzchen reißen. Wie ich Namensschilder ausgebe, das soll mir mal einer nachmachen! Außerdem konnte ich mir so das Grußwort ersparen. Ich weiß inzwischen, was meine Chefin da sagen wird, ich bereite gerade ein Grußwort-Bingo vor. Derart angelockert witschte ich in den Veranstaltungsraum und harrte der Dinge.
Es war wirklich gut. Die Diskussionsveranstaltung lief überrschend lebhaft - wir hatten eine neue Diskussionsform ausprobiert, den so genannten Fishbowl (http://de.wikipedia.org/wiki/Fishbowl), und es entstand tatsächlich Publikumsbeteiligung. Die Moderatorin war gut, die Diskutanten hervorragend, und sogar meine Chefinnen liefen derart zu Hochform auf, dass ich richtig stolz war. Fazit der Veranstaltung: Gleichstellung ist kein priorisiertes Thema in der Politik und in der Gesellschaft, aber es merken immer mehr, dass einiges schief läuft. Minijobs sind ein großes Problem wegen der miesen Bezahlung und der nicht existenten sozialen Absicherung, Männer leiden auch unter Rollenklischees, Netzwerke sind nötig und wir bleiben dran.
Meine Referentinnen-Kollegen feierten mich nach der Veranstaltung dermaßen ab, dass ich vor Verlegenheit noch etwas mehr Wein trinken musste. Aber schön wars natürlich, ich konnte das auch mutig annehmen und die falsche Bescheidenheit beiseite lassen. Heute habe ich dafür frei und mache den Haushalt - man muss ja auf dem Boden bleiben...
Es war wirklich gut. Die Diskussionsveranstaltung lief überrschend lebhaft - wir hatten eine neue Diskussionsform ausprobiert, den so genannten Fishbowl (http://de.wikipedia.org/wiki/Fishbowl), und es entstand tatsächlich Publikumsbeteiligung. Die Moderatorin war gut, die Diskutanten hervorragend, und sogar meine Chefinnen liefen derart zu Hochform auf, dass ich richtig stolz war. Fazit der Veranstaltung: Gleichstellung ist kein priorisiertes Thema in der Politik und in der Gesellschaft, aber es merken immer mehr, dass einiges schief läuft. Minijobs sind ein großes Problem wegen der miesen Bezahlung und der nicht existenten sozialen Absicherung, Männer leiden auch unter Rollenklischees, Netzwerke sind nötig und wir bleiben dran.
Meine Referentinnen-Kollegen feierten mich nach der Veranstaltung dermaßen ab, dass ich vor Verlegenheit noch etwas mehr Wein trinken musste. Aber schön wars natürlich, ich konnte das auch mutig annehmen und die falsche Bescheidenheit beiseite lassen. Heute habe ich dafür frei und mache den Haushalt - man muss ja auf dem Boden bleiben...
sakra - 25. Jan, 14:44