Donnerstag, 13. Oktober 2011

It´s a woman´s world

Entweder ICH lebe in einer Parallelwelt oder die anderen.

"Zu helle, zu schmale und lichte Augenbraun kann man auch mit einem Brauenstift nachdunkeln, verbreitern oder auffüllen. Malen Sie mit dem Brauenstift keine Balken sondern mit einer feinen Spitze von oben her haarfeine Striche zwischen die Härchen.

Augenbrauen kann man auch mit schwarzer oder brauner Mascara mehr Farbe oder Struktur verleihen. Da dabei nur die Härchen und nicht die Haut gefärbt wird, wirkt das Ergebnis besonders natürlich. Die Mascara-Bürste darf zu diesem Zweck nur wenig Farbe tragen. Überschüssige Farbe mit Kosmetiktüchern abstreifen. Mit der Mascara-Bürste nur leicht über die Augenbrauen streichen, so dass nur die Härchen berührt werden.

Pflege der Augenbrauen: Bürsten Sie die Brauen mit einer trockenen Zahnbürste, streichen Sie sie dann in diagonal nach oben weisender Richtung.

Mit „Gel Fixateur" können Sie die Form der Augenbraun für Stunden fixieren. Mit etwas Haarspray, das mit einer Zahnbürste leicht durch die Augenbrauen gezogen wird, ist derselbe Effekt zu erreichen.

Mit einem Augenbrauenstift, der nicht zu weich sein sollte, werden die Augenbrauen nachgezogen. Die Farbe des Stiftes sollte der Farbe des Haaransatzes entsprechen oder etwas dunkler sein.

Sie können die Augenbrauen auch mit einem kleinen festen Pinsel und Lidschattenpuder nacharbeiten

Verändern Sie den Schwung der Augenbrauen nicht grundlegend. Meist passt der natürliche Schwung der Augenbrauen am besten zum Gesicht.

Augenbraun kann man auch von einer Kosmetikerin oder einem Frisör färben lassen. Das spart Zeit bei dem täglichen Make-up. Die Farbe hält ca. vier bis sechs Wochen."


So ein Artikel wirft Fragen auf. Was genau macht den Unterschied aus zwischen

- Frauen, die einem solchen Prozedere öfter mal nachkommen und ca. eine halbe Stunde alle zwei Wochen auf ihre Augenbrauen verwenden und
- anderen Frauen? Ich nahm immer an, alle Frauen nehmen in Zeiten der Langeweile einen Augenbrauenstift in die Hand, ziehen nach, fertig. Aber offensichtlich ist dem nicht so.

Wie wurden die jeweiligen Gruppen sozialisiert, welche davon ist die Minderheit? Wirken sich perfekte Augenbrauen auf die Arbeitsmarktchancen aus? Oder zumindest auf die Heiratschancen?
Kann man hier Rückschlüsse auf die Gesamtschminkzeit beim täglichen Make-Up ziehen? Und die wöchentliche Nachrichtenlesezeit dazu in Relation setzen? Gibt es solche Frauen von Natur aus, folgen diese nur ihrem biosozialen Codes, haben schon in der Steinzeit die Neandertal-Weibchen mit Ästen ihre Augenbrauen gezüchtigt? Oder wird das durch solche Artikel nur suggeriert, so dass sich Frauen genötigt fühlen, sich verstärkt ihren Augenbrauen zu widmen? Gibt es eine Augenbrauen-Lobby? Gibt es solche Artikel auch über Männer und deren Barthaare? (Könnte sogar sein.)

Kennt irgendjemand eine Frau, die das oben beschriebene durchzieht oder handelt es sich hier um einen urbanen Mythos?

Über mich und diesen Blog

Ich bin weiblich, 31 Jahre alt, Soziologin und arbeite seit kurzem im Bundestag als Referentin für die Fraktion einer großen Oppositionspartei. Über die Erlebnisse im Politikbetrieb möchte ich hier gerne berichten, da ich da absolut neu bin und es sehr interessant finde, die Strukturen und die Inszenierung von Macht live zu erleben. (Yeah, Soziologendeutsch!) Namen aus "meiner" Fraktion werde ich nicht nennen, auch wenn vielleicht ab und zu nachvollziehbar ist, um wen es geht. Ich arbeite im Gleichstellungsbereich, also wird es hier überdurchschnittlich oft Beiträge geben, die etwas mit Geschlechterverhältnissen zu tun haben. Da ich außerdem neu in Berlin bin, ist das Berlinerische an sich berichtenswert für mich. Privates versuche ich mal außen vor zu lassen, was vielleicht wegen meines Hanges zum Tratsch nicht immer klappen wird... Meine Vita in kurz: nach dem Aufwachsen auf dem ländlichsten aller Landstriche nutzte ich die Gelegenheit, die das Abitur bot, und verzog mich nach einem einjährigen Werbepraktikum zum Studieren der Soziologie nach Bremen. Das war super, vor allem die Zeit im Studentenwohnheim und meine Arbeit in der Kundenbetreuung eines Mobilfunkanbieters gehören zu meinen schönsten Erinnerungen. Ein Jahr arbeitete ich danach als Assistentin der Geschäftsführung in einem feministischen freien Träger, bis mir die Feministinnen zu arg wurden und ich der Liebe und der Familie und des Berufes wegen nach Hamburg ging. Meine erste Referentinnenstelle fand in einer Hamburger Behörde statt, befristet. So tat es kein Wunder, dass die Wirtschaftskrise und die Hamburger Neuwahlen-Krise mich in meine persönliche Arbeitslosigkeits-Krise stürzten. Es folgten einige Monate ALG1 und dann das Angebot aus Berlin - halbe Stelle, supi bezahlt. Ich zog um. Das hat viel Pendeln wegen Wochenendbeziehung zur Folge, aber auch die Tatsache, dass ich das erste Mal in meinem Leben ganz alleine wohne. Die WG-Zeit ist vorbei. Es ist also alles spannend, und daher dieser Blog. Viel Spaß.

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