Neuer Job, neue Stadt, neue Situationen
Bevor ich meine Biographie aufarbeite, hier nur ein kleiner Eindruck meines neuen Wirkungskreises.
Dienstag: Fraktionssitzungstermin im Bundestag. Ich wollte mir das gerne ansehen (Kollege: "Ja, genau. Entzaubere dich mal.")
Da an diesem Tage alle Fraktionen wichtige Sitzungen hatten, namentlich die Regierungsfraktionen, bei denen Testabstimmungen zum Euro-Rettungsschirm abgehalten wurden, war recht viel los im Bundestag. Ich irrte zunächst im falschen Stockwerk herum, nahm unbedacht irgendeinen Fahrstuhl und landete neben dem Fraktionssaal der FDP. Das muss man sich so vorstellen: Die Fahrstuhltür öffnet sich. Ich trete heraus und blicke ungefähr zeahntausend Kameras, Journalisten, Mikrofonen entegegen. Ich stocke. Man will ja nicht durchs Bild laufen... aber offensichtlich BIN ich schon im Bild. Ich eiere herum, mache einen Schritt vorwärts, einen rückwärts, ich habe Angst und bekomme einen ungefähren Eindruck von, sagen wir, Lindsay Lohans Leben. Die Tür neben mir öffnet sich, Guido Westerwelle rauscht heraus, hinter ihm ungefähr 30 Trilliarden Leute. Guido hat eine neue Brille, alle gucken wild entschlossen und tatkräftig und Euro-kompetent, die Presse flippt aus. Ich bin beeindruckt. Von der Presse.
Eine FDP-Chargin bemerkt meine Unbedarftheit und zeigt mir einen Korridor in Richtung des korrekten Fraktionssaals. Es bleibt mir nicht erspart, an etwa 50 weiteren Pressehaufen vorbeizuschleichen, ständig die Angst im Nacken, irgendwie zu stören. Wenn jetzt gerade noch eine Tür aufgeht und jemand Wichtiges herauskommt und mit mir zusammenstößt - alleine die Vorstellung ist mir unangenehm.
Jaja, zu viel Respekt. Das wird vorbeigehen, versichern mir die Referenten-Kollegen - man muss da einfach durchrauschen. Die Presse sorgt schon dafür, dass man nicht ins Bild läuft. Oder einfach später kommen, wenn die Horden ins Studio zurückgeflitzt sind.
Dienstag: Fraktionssitzungstermin im Bundestag. Ich wollte mir das gerne ansehen (Kollege: "Ja, genau. Entzaubere dich mal.")
Da an diesem Tage alle Fraktionen wichtige Sitzungen hatten, namentlich die Regierungsfraktionen, bei denen Testabstimmungen zum Euro-Rettungsschirm abgehalten wurden, war recht viel los im Bundestag. Ich irrte zunächst im falschen Stockwerk herum, nahm unbedacht irgendeinen Fahrstuhl und landete neben dem Fraktionssaal der FDP. Das muss man sich so vorstellen: Die Fahrstuhltür öffnet sich. Ich trete heraus und blicke ungefähr zeahntausend Kameras, Journalisten, Mikrofonen entegegen. Ich stocke. Man will ja nicht durchs Bild laufen... aber offensichtlich BIN ich schon im Bild. Ich eiere herum, mache einen Schritt vorwärts, einen rückwärts, ich habe Angst und bekomme einen ungefähren Eindruck von, sagen wir, Lindsay Lohans Leben. Die Tür neben mir öffnet sich, Guido Westerwelle rauscht heraus, hinter ihm ungefähr 30 Trilliarden Leute. Guido hat eine neue Brille, alle gucken wild entschlossen und tatkräftig und Euro-kompetent, die Presse flippt aus. Ich bin beeindruckt. Von der Presse.
Eine FDP-Chargin bemerkt meine Unbedarftheit und zeigt mir einen Korridor in Richtung des korrekten Fraktionssaals. Es bleibt mir nicht erspart, an etwa 50 weiteren Pressehaufen vorbeizuschleichen, ständig die Angst im Nacken, irgendwie zu stören. Wenn jetzt gerade noch eine Tür aufgeht und jemand Wichtiges herauskommt und mit mir zusammenstößt - alleine die Vorstellung ist mir unangenehm.
Jaja, zu viel Respekt. Das wird vorbeigehen, versichern mir die Referenten-Kollegen - man muss da einfach durchrauschen. Die Presse sorgt schon dafür, dass man nicht ins Bild läuft. Oder einfach später kommen, wenn die Horden ins Studio zurückgeflitzt sind.
sakra - 29. Sep, 10:53